Manuka-Honig stammt überwiegend aus Neuseeland und teilweise aus Australien. Er wird aus dem Nektar des Manuka-Strauchs gewonnen, der botanisch Leptospermum scoparium heißt. Seine besondere Wirkung beruht auf dem Wirkstoff Methylglyoxal (MGO), der eine relativ starke und stabile antibakterielle Wirkung besitzt. Dieser Stoff kann das Wachstum von Bakterien hemmen und wird deshalb teilweise auch in medizinischen Anwendungen genutzt.
Die Wirkung von deutschem Honig
Deutscher Honig entsteht aus dem Nektar vieler heimischer Pflanzen. Seine antibakterielle Wirkung beruht vor allem auf Wasserstoffperoxid, das durch ein Enzym der Bienen gebildet wird. Zusätzlich enthält er antioxidative Pflanzenstoffe. Diese Wirkstoffe sind jedoch weniger stabil als Methylglyoxal, weshalb die antibakterielle Wirkung meist schwächer ist.
Preis und Wirtschaftlichkeit
Ein deutlicher Unterschied zeigt sich beim Preis. Manuka-Honig ist aufgrund begrenzter Produktion und hoher Nachfrage deutlich teurer, während deutscher Honig vergleichsweise günstig ist. Für den alltäglichen Verzehr bietet regionaler Honig daher meist das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Umweltbilanz und Transport
Auch die CO₂-Bilanz unterscheidet sich stark. Manuka-Honig muss über sehr weite Strecken nach Europa transportiert werden, was seine Klimabilanz verschlechtert. Deutscher Honig wird regional produziert und verursacht daher deutlich geringere Transportemissionen.
Fazit: Insgesamt bietet Manuka-Honig eine stärkere antibakterielle Wirkung, während deutscher Honig für den Alltag meist ausreichend ist und durch geringere Kosten sowie eine bessere Umweltbilanz überzeugt.